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Das alte Stammhaus, am Wege nach Herrstein gelegen, in dessen Eckbalken die Jahreszahl 1845 heute noch zu erkennen ist, neben dem ein weites Tor mit der Hausglocke zum Innenhof führt, ist inzwischen vollständig umgebaut, ein neues Wirtschaftsgebäude mit Wohnungen ist erstanden, und vor allem konnte im Jahre 1905/06 das große neue Hauptgebäude bezogen werden. Alle Stürme der Vergangenheit hat das Niederwörresbacher Heim überdauert. 1961 hat das Kinderheim 52 Plätze, das vor einigen Jahren angeschlossene Altersheim 30 Plätze. Beide voll belegt. 15 Kinder besuchen die Dorfschule, nachdem in den 20er Jahren auch einmal 2 Lehrerinnen hier den Unterricht erteilten. Zu dieser Zeit betrieb das Kinder- und Altersheim auf 9,40 ha Eigenland und 1,99 ha Pachtland seine Landwirtschaft. Die Kinder werden in 3 Gruppen betreut: Die Schulkinder in je einer Gruppe Knaben und Mädchen von 2 Diakonissen (ausgebildete Kindergärtnerinnen) und der Gruppe von Säuglingen und Kleinkindern bis zum 5. Lebensjahre. Für die Kindergartenkinder ist im Stammhaus ein freundlicher Raum zur Verfügung gestellt, in dem eine Kinderpflegerin ihres Amtes waltet. Im Niederwörresbacher Heim wurden außerdem leicht debile Mädchen betreut. 11 Schwestern der Bad Kreuznacher Diakonie, 10 weibliche und 3 männliche Hilfskräfte waren in den 60iger Jahren im Niederwörresbacher Kinder- und Altersheim tätig. Bis zur heutigen Zeit passte die Kreuznacher Diakonie das Heim stets den Bedürfnissen unserer Gesellschaft an so werden heute nur noch Jugendliche aus ganz Rheinland / Pfalz betreut, die Säuglings- und Altenpflegestation wurde aufgegeben. So leistete das Heim seit 160 Jahren seinen diakonischen "Dienst an den Hilfsbedürftigen, trotz gelegentlich auftretender Probleme mit neu ankommenden Jugendlichen, ist es aus dem Ortsbild von Niederwörresbach nicht mehr wegzudenken. Zur Feier anlässlich des 160 jährigen Bestehens findet am 1.7.2005 in der MZ-Halle Niederwörresbach ein Festakt- und am 2.7.2005 ein Benefizkonzert der Polizeikapelle des Landes Rheinland Pfalz statt. Sportzentrum
1969: Im April ds. J. errangen die Mädchen des SV N. bei den Meisterschaften des Stützpunktes Gau-Nahe den 1. Platz in der Aufbaustufe. 14 Tage später wurde dann diese Mannschaft bei den Südwestmeisterschaften 8. In den Einzelmeisterschaftswertungen erreichten Sibylle Müller und Gabi Herrmann beachtlich gute Plätze; Sigrid Nees wurde im Stützpunkt Gau-Nahe die Nummer 1. Sie vertrat dann den SV N. und damit den Stützpunkt Nahe bei Meisterschaften in Zweibrücken so erfolgreich, dass sie Südwest deutsche Meisterin wurde. Bei den Süddt. Meisterschaften in Neutraubling wurde sie 6. und sicherte sich dadurch die Teilnahme an den Kunstturn-Meisterschaften der Frauen in Böblingen. 1970: Bei den Rundenwettkämpfen des Turngaues Nahe und beim Jugendsportfest in Enzweiler belegten die Mädchen Sigrid Nees, Beate Diehl, Gabi Herrmann, Rita Geiß und Cornelia Geiß in der Kunstturn-Sonderklasse die ersten 5 Plätze. Sigrid Nees als vielfache Landesmeisterin und mit guten überregionalen Platzierungen, machte sie den SV Niederwörresbach bekannt in den Jahren um 1970. Neben ihr standen die Vereinskameradinnen Beate Diehl, Rita Geiß, Birgit Geiß, Cornelia Geiß, Christine Schmöckel Sigrid Nees siegte bei den Gaumeisterschaften mit 5 Pt. Vorsprung in der Leistungsklasse 2. In Engers wurde sie Mittelrheinische Landesmeisterin, bei den Südwestdt. Meisterschaften in Andernach erreichte sie den 3. Rang (Gabi Herrmann den 23.). Für Sigrid Nees war das die Qualifikation f. d. Dt. Meisterschaften in Kappein bei Marburg. Gegen starke Konkurrenz aus dem ganzen Bundesgebiet errang sie den 13. Platz. Danach beteiligte sie sich in der Landesriege des Turnverbands Mittelrhein am Länderkampf gegen Frankreich in Oberlahnstein. 1971: Die Mädchen-Kunstturnriege wurde bei den Mittelrhein-Meisterschaften 2. und bei den Südwestmeisterschaften 3. (Teiln.: Sigrid Nees, Christine Schmöckel, Eva Cullmann und Sibylle Müller). Bei den Meisterschaften in Konz verteidigte Sigrid Nees erfolgreich ihren Landesmeistertitel und belegte in Koblenz b. d. Dt. Meisterschaften wieder den 13. Rang. Sie nahm teil am Vergleichskampf gegen Belgien in Lüttich und wurde 2. in der Einzelwertung. 1972: Sigrid Nees gewann erstmals die Einzelmeisterschaft in einer Olympia-Klasse. Als sie dann später Landesmeisterin in der Olympia-Klasse wurde, erwarb sie dadurch die Qualifikation f. d. Beteiligung an der Deutschen Meisterschaft. Bis zu diesen Zeitpunkt fanden die Übungsstunden in einem privaten Saal in Niederwörresbach oder in auswärtigen Hallen statt. Mit dem Bau der gemeindeeigenen Sporthalle konnte das Training besser und noch intensiver gestaltet werden. Weil die Sporthalle vielseitig genutzt wurde musste zu jedem Training oft täglich die Halleneinrichtung umgebaut werden. 1973: Der Wanderpokal des Turngaues Nahe wurde nach Niederwörresbach geholt. Bei den Gau-Kunstturn-Meisterschaften wurde Sibylle Müller (abermals) in der Leistungsstufe Gausiegerin, Anette Diez siegte in der Leistungsgruppe IV. 1974: Beim Landesturnfest in Konz wurde Sibylle Müller Landesmeisterin in der Jugend-Schüler-Klasse und dadurch erreichte sie die Qualifikation f. d. Deutsche Meisterschaft in Öttingen/Bayern (21. Platz von 60!). Im gleichen Jahr wurde sie auch Rheinland-Meisterin. 1975: Gewinn zweier Meistertitel bei den Deutschen Meisterschaften in DetmoId für die Kunstturnriege SV Niederwörresbach. Bei der Einzelwertung errang Sibylle Müller am Boden und am Schwebebalken im Achtkampf den 3. Rang. 1976: Bei den Schulmeisterschaften »Jugend trainiert für Olympia« wurden unsere Turnmädchen Landesmeister bzw. errangen Platz 2 auf Landesebene. Beide Schülermannschaften nahmen am Bundesfinale in Berlin teil. Bei den Landesmeisterschaften in Koblenz konnte sich Corinna Weinz einen Landesmeistertitel holen. 1977: Beim Bundesfinale »Jugend trainiert für Olympia« belegten sie den 7. Rang, außerdem waren sie erfolgreich bei mehreren Wettbewerben auf Landes- und Bundesebene. 1978: Das neue Talent Heike Schwarm erreicht den 4. Platz im Gesamtwettkampf bei den Dt. Meisterschaften; außerdem Platz 2 beim Pferdesprung und Platz 4 am Schwebebalken. Die Rheinlandpfalz-Meisterschaft wird gewonnen, dabei erkämpften weitere Turnerinnen (M. Reuter) den 3., (Diana Schwarm) den 5. und (Christine Faller) den 6. Platz. Einen noch nie da gewesenen Erfolg brachte die Teilnahme an den Süddeutschen Meisterschaften in Wiesbaden. Die dadurch ermöglichte Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Siegen, wo man Siebente wurde, ist einmalig in der Vereinsgeschichte. 1979: Es kamen 2 Deutsche Meistertitel nach Niederwörresbach! Dieser Erfolg gelang Heike Schwarm bei den Deutschen Schüler Meisterschaften in Berlin. Sie ist Titelträgerin am Stufenbarren und im Bodenturnen. Dazu errang sie den 3. Platz am Schwebebalken und 4. Platz im Pferdesprung. Es folgte die Aufnahme in die B-Nationalmannschaft. Beim Auftritt in Manchester zählte sie zu den besten deutschen Turnerinnen. Die Mannschaft mit Angelika Hahn, Marlin Reuter, Angela Golz und Heike Schwarm wurde Sechste bei den Deutschen Meisterschaften der Kunstturnerinnen in Göppingen - ein noch nie da gewesener Erfolg für den SV Niederwörresbach. 1980: Angela Golz konnte bei den Süddeutschen Meisterschaften den 2. Platz und bei der Deutschen Meisterschaft den 10. Platz in der Schüler klasse belegen. Heike Schwarm startete (mit 12 Jahren) bei den Deutschen Meisterschaften in der Jugendklasse. Als jüngste Teilnehmerin belegte sie einen hervorragenden 3. Platz und stand außerdem viermal im Gerätefinale. Beim Länderkampf Schweiz/Italien/Bundesrepublik war Heike - neben Dagmar Brannekämper beste Einzelturnerin. Mit dem 8. Platz bei einem Turnier in Polen ging Heike als beste Westeuropäerin hervor. 1981: Bei den Gau-Meisterschaften wurden alle 5 Titel geholt, bei den Verbandsmeisterschaften wurde CTG Koblenz überholt. Bei den Rheinlandpfalz Meisterschaften errang Angela Golz den 1. Platz in der Schülerklasse, Heike Schwarm siegte im Olympischen Achtkampf. Heike wurde am Stufenbarren und am Schwebebalken Deutsche Meisterin. Die Erfolgsriege mit Heike Schwarm, Bettina Wendel, Michaela Fahrig und Angela Golz erturnte sich die Deutsche Schülermeisterschaft. Bei Weltturnieren in Den Haag, Cottbus und in Japan vertrat Heike die Bundesrepublik. Der Turnverband Mittelrhein stellt bei den Dt. Damen-Meisterschaften in Marburg die besten deutschen Kunstturnerinnen: Die Koblenzerin Dagmar Brannekämper und die erst 13jährige Heike Schwarm vom SV Niederwörresbach. 1982: Angela Golz wurde deutsche Jugendmeisterin, Michaela Fahrig konnte ihren Titel, deutsche Vizemeisterin, in der Schüler klasse verteidigen, Katja Gerhard, Ines Jankovic, Sandra Leyser und Bettina Wendel gewannen die Verbandsmeisterschaften. Heike Schwarm stand zweimal in der Nationalmannschaft: gegen Belgien und gegen Ungarn. Ihr größtes Erlebnis: die Reise nach China. Dort belegte sie einen hervorragenden 2. Platz am Schwebebalken und am Stufenbarren. 1983: Heike Schwarm wurde für die Kunstturnmeisterschaften in Budapest berufen. Sie wird zur »Sportlerin des Jahres« und die Kunstturnmannschaft des SV Niederwörresbach zur »Mannschaft des Jahres« im Kreis Birkenfeld gewählt. Mit den Turnerinnen Heike Schwarm, Angela Golz, Michaela Fahrig, Katja Gerhard und Jessica Engelhardt konnte in Berlin der Gesamtsieg erreicht werden. 5 Turnerinnen qualifizierten sich für die Deutsche Meisterschaft in Frankfurt. Alle erreichten dort gute Platzierungen. Hervorragend war Angela Golz auf dem 3. Platz. Als »Geschenk« für diese große Leistung gab es eine Reise nach Tokio, zum größten Juniorenturnier der Welt. Heike Schwarm und Angela Golz werden im gleichen Jahr zum Vorbereitungstraining für Los Angeles nach Frankfurt eingeladen. 1984: Noch nie wurde Niederwörresbach und deren Sportverein so oft und weltweit genannt als in diesem Jahr. Zeitungen und Fernsehübertragungen aus Los Angeles hoben hervor, SV Niederwörresbach stellt ein Drittel der deutschen Kunstturnmannschaft! Das gesteckte Ziel, den 4. Platz unter den Mannschaften der Welt zu erreichen, hatten sie geschafft. Angela Golz turnte in diesem Jahr dreimal in der Nationalmannschaft. Und während sich die Mädchen der SV N.-Spitzenriege ihrer Erfolge erfreuten, führte man schon wieder andere Talente in die Kunst des Turnens ein: Katja Gerhard z. B. errang einen 2. Platz bei den Rheinlandmeisterschaften und einen sechsten Platz bei den deutschen Schülerinnen-Meisterschaften. Sie gehört somit dem Bundes-C-Kader an. Mit Nina Wardelmann und Martina Engel stehen zwei weitere talentierte Turnerinnen zur Verfügung. 1985: Kann man noch mehr Erfolge erringen als in den Jahren vorher? Man kann! Die Gaumeisterschaften und Verbandsmeisterschaften in verschiedenen Klassen wollen wir hier überblättern; die Süddeutsche und die RheinlandPfalzmeisterschaft auch überall gute Platzierungen! Bei den Deutschen Meisterschaften, dort turnten Martina Engel und Nina Wardelmann zum ersten Mal und erreichen gute Mittelplatzierungen. Ines Jankovic und Katja Gerhard sind in der Jugendklasse. Im Finale wurde Katja Deutsche Meisterin im Bodenturnen und Vizemeisterin ihrer Klasse am Stufenbarren, und in den Mannschaftsmeisterschaften jeweils 1. im Verband auf Plätzen 6 und 7. Katja Gerhard, Nina Wardelmann und Martina Engel wurden in die Verbandsmannschaft berufen und turnten gegen Belgien. Im September 1985 gab Katja ihr Debüt in Debrecen/Ungarn, in der B-Nationalmannschaft. 1986: Weitere junge Talente, mit neuen Namen, tauchten auf. Sie wurden in der Talentschule in die Kunst des Turnens eingeführt und messen ihr Können auf Gau-, Verbands- und Landesebene. Katja siegte als Gau-, Verbands- und Rheinland-Pfalz Meisterin. Bei den Deutschen Meisterschaften erturnte sie sich den 10. Platz. Sie wurde - als Jüngste - dreimal in die A-Nationalmannschaft berufen. Auslandsturniere in Antibes und auch Cottbus absolvierte sie gut. Martina Engel und Nina Wardelmann lieferten sich einen Zweikampf um die Gaumeisterschaft, Nina Wardelmann und Martina Engel wurden auch Verbandsmeisterin und Vizemeisterin. Bei den Rheinlandpfalzmeisterschaften wurde Martina Vizemeisterin, Nina belegte Platz 3. Bei den Deutschen Meisterschaften mischten beide gut mit. Nina wurde in den C-Kader berufen. Kat ja nahm an der Europameisterschaft teil. Ihr Erfolg, beste Deutsche und zweitbeste Westeuropäerin! 1987: Neue Namen drängen sich nach vorne, Nicole Bauer und Jill Pennen stellen jeweils in ihrer Altersstufe die Gau-Meisterin. Tanja Enders holte den Verbandsmeistertitel aus Koblenz und Alexandra Metzler wurde Vizemeisterin. Sandra Kämpfer wurde Gau- und Verbandsmeisterin M 7. 1988: Marianne Reimann und ihren Turnerinnen wird „ Das grüne Band der Sympathie " zuerkannt. Ein Förderpreis der Dresdner Bank, am 20.01.1989 wurde dieser Preis im Kunstturnzentrum in Frankfurt / Ma. verbunden mit einem Festakt übergeben. Zu der Feier fuhren außer den Beteiligten der Bürgermeister der VG Herrstein, der Ortsbürgermeister von Niederwörresbach mit den Gemeinderatsmitgliedern und viele interessierte Bürgerinnen und Bürger. In seiner Festrede erwähnte der Staatssekretär der Landesregierung aus Mainz, dass in Rheinland Pfalz ein Kunstturnleistungszentrum entstehen sollte und er sich einen besseren Standort als Niederwörresbach nicht vorstellen könne. Bereits im Bus auf dem Nachhauseweg von Frankfurt wurden Pläne geschmiedet, man war sich bald einig, dass die Ortsgemeinde das Bauland kostenlos zur Verfügung stellt und die VG Herrstein die Trägerschaft übernimmt. Marianne Reimann ist am 08.01.1994 nach langer schwerer Krankheit verstorben. Sie konnte das inzwischen fertig gestellte Kunstturnzentrum noch erleben. Seit dieser Zeit wird Kunstturnen in Niederwörresbach von der neu gegründeten „Kunstturnvereinigung Nahetal-Niederwörresbach e.V.“ geführt. Kirche
Beim Wechsel der Hinteren Grafschaft Sponheim zur Reformierten Kirche war diese Kirche bereits Hauptkirche mit einer Filiale Fischbach dies blieb so bis der Kreis Birkenfeld im Jahre 1817 oldenburgisch wurde danach wurde Fischbach eine selbstständige Hauptkirche und die bis dahin selbstständige Hauptkirche Veitsrodt wurde eine Filiale von Niederwörresbach. Im Jahre 1594 berichtete der Birkenfelder Inspektor Conon nach einem Besuch der Kirche in Niederwörresbach „ Mich hat ein ganz tödlicher und unleidlicher Geschmack befallen, darüber ich beinah in Ohnmacht geraten ". Das lag wohl daran, dass die Kirche zwischen zwei Friedhöfen stand welche ca. 1 mtr. höher lagen als der Fußboden der Kirche. 1635 soll während des 30 jährigen Krieges ein Grossteil des Dorfes und die Kirche abgebrannt sein. Von 1829 1833 wurde dann diese Kirche erbaut. Der Glockenturm war wohl etwas unstabil geraten musste abgetragen und durch einen hutartigen Abschluss ersetzt werden etwas später wurde dann der heutige Turm gebaut. Seit Weihnachten 2004 wird die Kirche außen von 4 Seiten angestrahlt, die Kirchenfenster sind bleiverglast zT. bunt, die Orgel ist eine zu 98% originale Stummorgel, leider sind Fenster und Orgel renovierungsbedürftig nur wie fast überall fehlt das Geld. Im Glockenturm sind eine sehr harmonisches 3 Klänge Geläute installiert. Auch das in den 70iger Jahren errichtete Ev. Gemeindezentrum ist gut angenommen! Vorher stand da das Wohnhaus des Pfarrers mit Scheune dazu ein großer Garten zur Straße abgegrenzt mit einer Mauer und einem Eisernen Gitter. Innenansichten |
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Ehrenmal für unsere
Kriegstoten 1871 bis 1945. |
Ortsansicht aus Richtung Warth.
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Haupttor zum Friedhof.
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Bunter Herbst aus Richtung Gass.
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Kindergarten, Rückseite.
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Mehrzweckhalle Niederwörresbach.
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Mit Pferdegespann und Planwagen
über den Hunsrück. |
Sportleistungszentrum.
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Alter hunsrücker Brauch
"Hexenfeuer in der Nacht zum 1. Mai". |
Wasserschleife am Fundort
von Achaten und Jaspisen. |
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Eine der ältesten Eichen des Hunsrücks.
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Landschafts - Idylle im Morgennebel.
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Text von Prof. Bank, Idar Oberstein

Hier, am Ortsende von Niederwörresbach Richtung Fischbach ist eine der wenigen Stellen im Rheinischen Schiefergebirge (bzw. an dessen Grenze zum Saar-Nahe-Gebiet), wo die Auflagerung des Perm (der jüngsten Formation des Paläozoikums = Erdaltertum, ca. 290 250 Mio. Jahre) auf dem Unterdevon (ca. 390 370 Mio.) diskordant sichtbar ist. Damit ist eine Sedimentationslücke von ca. 100 Millionen Jahren festzustellen.
Rechts ist das Devon durch Hunsrückschiefer, die steil nach Nordwesten einfallen, links die flach nach Südosten einfallenden Konglomerate und Sandsteine der Kuseler Gruppe des Rotliegenden (Unteres Perm) zu beobachten.
(Diskordant heißt: Schichten die in einem Winkel aneinander stoßen. Konkordant sind Schichten die parallel übereinander liegen, wie dies im oberen Teil des Profils auf der linken Seite zu sehen ist.
Am Liegenden der untersten Lavadecke auf der rechten Seite des Fischbachs (die zum Oberrotliegend gehört) wurden in rötlichen Sedimenten um 1950 Pflanzenfossilien gefunden, z.B. Callipteris conferta (ein Farn) sowie Koniferen (die zu den ersten überhaupt gehören) wie Walchia piniformis und Walchia filiciformis.
Beitrag von Arnulf Stapf, Nierstein
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Der Paläontologe Arnulf Stapf
bei der Fossiliensuche in dem geschichteten Niederwörresbacher Tuffit im Steinbruch Juchem. |
oben ein Fundstück (Baumkrone)
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Etwa 280 Millionen Jahre alte Koniferenzweige aus
dem Niederwörresbacher Tuffit (Originale im Paläontologischen Museum Nierstein). |
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So etwa könnte unsere Landschaft im Rotliegend-Zeitalter
vor etwa 280 Millionen Jahren ausgesehen haben. Reste dieser Vergangenen Pflanzenwelt sind uns im Niederwörresbacher Tuffit erhalten gelieben. |
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Der erdgeschichtliche Vulkanismus rund um Niederwörresbach hat uns nicht nur die wunderschönen Mineralien hinterlassen. In den achtziger Jahren trat durch den Abbau im Steinbruch der Familie Juchem eine besondere Gesteinsschicht zutage, nämlich ein Tuffit: Vor Jahrmillionen war dort der Erdboden überall mit Vulkanasche bedeckt, die anschließend mit Regen weggespült und in Form einer Schlammschicht auf einem Seeboden abgelagert wurde. Eine solche zu Stein gewordene Schlammschicht, die zum großen Teil aus vulkanischer Asche besteht, wird als Tuffit bezeichnet. Das besondere an dem Tuffit aus Niederwörresbach sind die darin enthaltenen versteinerten Pflanzenreste, die uns einen Einblick in die Pflanzenwelt des Permzeitalters vor 280 Millionen Jahren geben. Es sind Farnpflanzen und die ersten Nadelbäume, die das Landschaftsbild prägten. Mit der Unterstützung von Familie Juchem konnte der Fossiliensammler Arnulf Stapf zur Zeit dieses Tuffit - Vorkommens im Niederwörresbacher Steinbruch eine Grabung nach Pflanzenversteinerungen durchführen. Die eindrucksvollsten Pflanzenfossilien die bei dieser Grabung entdeckt wurden, sind heute im Paläontologischen Museum Nierstein zu sehen.
Die versteinerten Zweige von Nadelhölzern, die unseren heutigen Zimmertannen sehr ähneln, sind dabei von besonderem wissenschaftlichen Interesse. Zahlreiche Stücke aus Niederwörresbach sind sogar in der internationalen Literatur abgebildet
Die Ortsgemeinde Niederwörresbach bedankt sich bei den Herren Stapf (Vater und Sohn) für das Interesse am Niederwörresbacher Schlamm und für das zur Verfügung stellen Ihrer Arbeiten.
Hans Juchem, August 2007

Mir hon im Freckelsgrawe, Stroßekierb gehall, die Kierb wa scheen, jerem hots gefall,
Mettachs ho ma det Zelt offgestellt, no on no hot sich die Nochbarschaft engestellt.
Om viehr gabs Kaffee on Kouche, jerer dofft dem annere seine mol versuche,
om sechs ho ma dat Rohst offgehonk, Fläsch gebrod, on Kirner getronk.
Die Ierschte Ausfäll gabs gehn zehn, do muhst schon e paa schloffe gehen,
de Rest hot det Feier bewacht, gesoff on noch e paa Sprisch gemacht.
Weirer gang erret am nechste Morje um nain, Kaffietrenke beim Kässchmierlecker,
dat wa fain. et gab Käs- on Aierschmier, on mir harre all Plesier.
Zom Mettachesse gab „Freckelsgrawepann,“ die Leit hon Schlange beim Esse gestann,
et hot jerem geschmäckt, all waren se saahd, dat wa gud, honse all gesahd.
Der Sohn der schon lange in der Ferne lebt widmete seiner Mutter folgendes Lied (und noch immer in Werzbacher Mundart):

NR. 284 - DONNERSTAG, 6. DEZEMBER 1984, dies schrieb UWE ANHÄUSER in der Zeitung über Niederwörresbach:
Man hat mich gebeten, einmal etwas über Niederwörresbach zu schreiben. Ich hab's getan, gern und nachdenklich getan. Immerhin ist dies ein Ort, in dem ich rund zehn Jahre meines Lebens verbracht habe. Heute wohne ich in Herrstein, einen Kilometer entfernt. Gibt's da etwa einen .Unterschied? Wer will so etwas wissen...
Niederwörresbach ist nicht die Welt. Aber es ist ein "Geheischnis". Die Welt ist wohl kein ",Geheischnis" mehr. Während ich nachdachte und schrieb, ist vielleicht mancher Gedanke ins Wort und mancher Satz in den Bericht geraten, der Anstoß erregen könnte. Aber ist nicht jeder Anstoß zum Denken gut? Niederwörresbach, ein Dorf wie viele andere, ist nicht ein Dorf wie viele andere. Gegensätze? Jeder Gegensatz wird immer einen Gegen-Satz finden und provozieren. Vielleicht denken wir alle (uns) zu viel.
Ich habe meine Texte. mit Fotos meines alten Freundes Dr. Wilhelm Burger "garniert", eines Mannes, für den der liebe" Werzbach ,,zeitlebens eine Heimat war.
Aber niemand braucht ihm oder mir oder irgendeinem anderen Menschen, der hier lebt und dieses Land und seine Menschen liebt, den Begriff von "Heimat" noch näher zu erklären. Das eben ist wohl das Geheischnis...
Eigentlich wollte ich mitteilen, dass Dorf-Ansichten, Fassaden von einst und heute, immer nur Kulisse sind, nichts als nur Kulissen. Das Leben, das, was die Dinge erst zum Tönen, Schwingen und zum Jubeln oder zum Weinen bringt, dasjenige sind und schaffen die Menschen. "Das Leben geht durch uns hindurch", hat einmal die große Dichterin Zenta Maurina gesagt; und genau dies ist es auch, was die Menschen, die "NWB" um 1920 beseelten, mit Ihren Nachfahren von heute verbindet. Das eben ist wohl aber das Leben.
Keine Fragen nach Philosophie, nach den kaum merklichen (aber so diskussionsgeschwängerten) Unterschieden im Auf-Fassen und im Be-Greifen. Wenn heute ein "Dorfmittelpunkt" wieder ansprechender gestaltet wird, kann man die Menschen nicht mitgestalten. Sie müssen's schon selber bringen und leben.
Die Werzbacher, da bin ich mir sicher, werden's schon packen, Man muss aber auch mit ihrem Dickkopf rechnen, den sie nach wie vor fest und stolz und berechtigt tragen. Das ist wohl auch, obwohl kaum noch bewusst, die leidvolle Erfahrung aus früheren Zeiten in diesem einstigen "Dorf der Witwen". Und genau darauf ist dieses Werzbach errichtet worden, Dies sollte man niemals vergessen.Sollte man noch von Freundlichkeit und gar von Freundschaft sprechen? In Werzbach hab' ich wohl etliche Freunde. Und die wissen, dass ihr Wohnort, ihre" Heimat" und Heimat ein ganz und gar wichtiger Lebensraum ist. Lokalstolz? Kaum einer weiß, was deutsche Fahrer in amerikanischen Militär LKW's tagaus tagein da durch den Ort kutschieren. Die Tragödie des Hunsrücks und ganz Deutschlands? Über die Buch' und über den Volkesberg sind vor nicht einmal zwei Jahrtausenden römische Kohorten und Bagagen gestampft. Was daraus folgte, ist bekannt.
Noch keiner weiß - wie immer und seit Anbeginn der Zeiten - was die Zukunft bringen mag. Niederwörresbach ist, nach so viel Geschichte und Leiden, ein Ort für Menschen und Freunde geblieben. Ein liebenswerter Ort. Das genügt.

